Girls Day: Elisabeth Schult aus Tewswoos zu Gast im Deutschen Bundestag

Girls Day: Elisabeth Schult aus Tewswoos zu Gast im Deutschen Bundestag

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Der bundesweite Girls’Day erfreut sich seit seinem Start im Jahr 2001 größter Beliebtheit und wurde auch diesmal wieder rege nachgefragt. Das kann auch der SPD-Bundestagsabgeordnete Frank Junge bestätigen, der auf seinen ausgeschriebenen Girls`Day-Platz zahlreiche Bewerbungen erhielt.

Frank Junge: „Der Girls’Day soll den Teilnehmerinnen zeigen, wie spannend die Arbeit in den verschiedenen Berufszweigen sein kann. Ich wollte gerne einem Mädchen die Möglichkeit für einen Einblick in den Alltag des Politikbetriebs bieten. Durch diesen Aktionstag sollen Öffentlichkeit und Wirtschaft auf die Stärken der Mädchen aufmerksam gemacht werden. Und nicht zuletzt kann so ein Erlebnistag vielen jungen Frauen helfen, sich für eine bestimmte Ausbildung oder einen Studiengang zu entscheiden. Aus diesem Grund beteilige ich mich in jedem Jahr am Girls’Day.“

Die 16-jährige Elisabeth Schult aus Tewswoos – Schülerin am Goethe-Gymnasium Ludwigslust – bekam in diesem Jahr die Gelegenheit als Girls’Day-Teilnehmerin einen Tag lang die Arbeit der SPD-Bundestagsfraktion mit zu verfolgen. „Politik interessiert mich sehr. Deshalb engagiere ich mich auch im Jugendrat von Ludwigslust. Als ich von der Möglichkeit des Girls`Days im Bundestag gelesen habe, habe ich natürlich sofort dafür beworben“, erläutert Elisabeth ihre Motivation zur Bewerbung.

Bereits am Vorabend des Girls’Day wurden alle Teilnehmerinnen der SPD-Abgeordneten durch den Bundestag geführt. Das Programm am Girls’Day selbst war vielfältig: Neben einem gemeinsamen Frühstück stand auch ein Gespräch mit der Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion, Andrea Nahles, auf dem Programm. Darüber hinaus gab es eine Diskussionsrunde zum Thema „Frauen (M)acht Politik!“ sowie ein Planspiel, in dem spielerisch der Gang durch die Gesetzgebung erarbeitet wurde.

Zwischendurch hatte Elisabeth die Gelegenheit sich mit Frank Junge zum Mittagessen zu treffen und zu diskutieren. Anschließend führte Junge sie noch durch den Bundestag und gab ihr das Angebot mit auf den Weg, auch vor Ort als ständiger Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen.

Nach dem Tag zeigte sich Elisabeth begeistert: „Dass der Girls’Day so interessant wird, hätte ich nicht gedacht. Am meisten hatte ich mich auf Andrea Nahles gefreut, die mit uns gemeinsam gefrühstückt hat und dabei ganz locker war. Außerdem habe ich sehr schnell Kontakte zu den anderen Teilnehmerinnen knüpfen können. Es sind so viele Meinungen und so verschiedene Charaktere unter den Mädchen, aber alle haben das gemeinsame Interesse für Politik. Darum hat es Spaß gemacht, sich auszutauschen.“ Auch die Inhalte haben ihr sehr gut gefallen. „Wir haben eine Parlamentssitzung nachgestellt, in der es darum ging, ob man das Wahlrecht bereits ab 16 einführen sollte. Wir haben viele Argumente erarbeitet und diskutiert. Ich finde, man sollte die Jugendlichen viel früher über Politik aufklären, denn auch jüngere Menschen können die Zusammenhänge verstehen. Jugendliche interessiert das alles auch und es ist ernüchternd, wenn Wahlen stattfinden, deren Ergebnisse wir nicht gut finden und sie trotzdem nicht beeinflussen können.“ Ihr Fazit: „Da ich mich sehr für Medien interessiere und ich mir vorstellen kann, mal etwas im Bereich politischer Journalismus zu machen, war das heute eine super Erfahrung. Ich hoffe, dass andere Schülerinnen, denen ich vom meinem Girls’Day erzähle, dann auch Interesse haben und sich vielleicht im nächsten Jahr bewerben werden. Ich kann das auf jeden Fall empfehlen.“

Und auch Frank Junge hat der Tag mit Elisabeth viel Freude bereitet:

„Ich freue mich sehr darüber, dass Elisabeth der Tag im Deutschen Bundestag gefallen hat. Sie ist eine sehr wissbegierige und engagierte Schülerin. Ich hoffe, dass so ein Einblick dazu beitragen kann, den Politikerberuf für junge Frauen interessanter zu machen. Im Deutschen Bundestag liegt der Frauenanteil leider nur noch bei 31 Prozent. Das sind 6 Prozent weniger als noch in der letzten Wahlperiode. Hier zieht der geringe Frauenanteil von CDU/CSU, FDP und AfD den Durchschnitt stark nach unten.“